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KKL

Kompressionsdruck

Kompressionsstrümpfe erzeugen Druck von außen, um das Venensystem bei seiner Tätigkeit zu unterstützen. Der Druck, der durch einen Kompressionsstrumpf erzeugt wird, muss je nach Krankheitsbild des Patienten unterschiedlich stark sein. 

Entscheidend für die Einteilung in die vier Kompressionsklassen ist die Andruckstärke im Fesselbereich (also am Fußknöchel). In der Fesselgegend ist der Andruck immer am stärksten und nimmt nach oben hin ab.   

Die vier Kompressionsklassen (KKL/CCL) im Überblick

  • In der Kompressionsklasse 1 ist der Andruck mit 18–21 mmHg (bzw. 2,4-2,8 kPa) recht leicht. KKL 1 ist besonders für Patienten geeignet, die ein Gefühl von Schwere und Müdigkeit in den Beinen verspüren. Auch für Schwangere und Nicht-Schwangere, die eine leichte Krampfaderbildung (Varikose) bemerken.
  • In der KKL 2 ist der Andruck mit einer Stärke von 23–32 mmHg (3,1-4,3 kPa) mittelkräftig. Die zweite Kompressionsklasse ist vor allem bei stärkeren Beschwerden, wie Schwellungen, Venenentzündungen, ausgeprägten Krampfadern, nach Operationen sowie bei oberflächlicher Thrombose geeignet.
  • In KKL 3 herrscht eine kräftige Kompression mit 34–46 mmHg (4,5-6,1 kPa). KKL 3 ist bei schwerer Schwellung, chronischer Veneninsuffizienz und Thrombose geeignet. Für Kompressionsstrümpfe der Klasse 3 benötigen die Patienten Unterstützung durch Abziehhilfen.
  • Die stärkste Kompression ist in der höchsten Klasse 4 mit über 49 mmHg (6,5 kPa) erreicht. Die extrastarke Kompression ist für Patienten mit Lipödem bzw. Lymphödemen, also starken, bis hin zur elphantischen Schwellungen an Beinen, geeignet.

 

Kompressionsklassen im Überblick