Ellenbogenbandagen

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Der Ellenbogen ist täglich vielen teils außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt: beim Schreiben, während langen Autofahrten, beim schweren Heben, bei der täglichen Hausarbeit oder beim Kraft- und Leistungssport. Eine Ellenbogenbandage beugt vor, lindert Schmerzen und kann den Heilungsprozess unterstützen, indem sie den Arm stützt, entlastet und mit Druckpolstern (Pelotten) punktuell massiert. Ellenbogenbandagen-Modelle wie z.B. die medi Epicomed, medi Epicomed E+motion oder ofa Dynamics Plus helfen bei Tennisarm (Tennisellenbogen) und Golferarm (Golferellenbogen).

Unser Ellenbogen besteht aus drei Knochen: Oberarm (humerus), Elle (ulna) und Speiche (radius) bilden zusammen den Unterarm. Oberarm und Unterarm sind durch ein Gelenk miteinander verbunden: dem Ellenbogengelenk.

Der Ellenbogen wird jeden Tag stark beansprucht, denn bei jeder Bewegung mit dem Arm wird das Ellenbogengelenk benötigt. Besonders bei monotonen Bewegungen im Alltag, bei schwerer körperlicher Arbeit, während der Büroarbeit oder beim Sport (Tennis, Federball oder Golf) können Reizungen auftreten, die zu Schmerzen im Ellenbogen führen. Werden diese Schmerzen dauerhaft ignoriert, kann es zu einer Chronifizierung der Symptome kommen und im Ernstfall zu einer viel schmerzhafteren Entzündung.

Ellenbogenbandagen sind ein wichtiges medizinisches Mittel bei der Behandlung von Beschwerden im Ellenbogen.

Indikationen: Wo werden Ellenbogenbandagen häufig eingesetzt?

  • Tennisarm (Tennisellenbogen, Epicondylus lateralis humeri)
  • Golferarm (Golferellenbogen, Epicondylitis humeri medialis)
  • Schwellungen und Gelenkergüsse, ausgelöst durch Arthrose/Arthritis
  • Chronische, posttraumatische oder postoperative Reizzustände
  • Verstauchungen und Zerrungen (Distorsionen)
  • Prellungen
  • Zur Prophylaxe

Häufige Erkrankungen am Ellenbogen: Tennisarm und Golferarm

Tennisarm und Golferarm (Epicondylitis) sind weit verbreitet. Im Grunde liegt dieselbe Ursache vor: Beide Krankheiten entstehen durch permanente, monotone und starke Überlastung der Muskeln, was zu Überreizungen führt. Ob ein Tennisarm oder ein Golferarm vorliegt, lässt sich am Schmerz erkennen. Der Tennisarm (Tennisellenbogen) macht sich durch Schmerzen am äußeren Bereich des Ellenbogens bemerkbar. Beim Golferarm (Golferellenbogen) schmerzt die Innenseite des Ellenbogens.

Wie wird ein Tennisarm oder Golferarm behandelt?

Verspüren Sie dauerhaft Schmerzen im Ellenbogengelenk? Dann suchen Sie sich am besten ärztlichen Rat. Je nach Schweregrad gibt es jedoch verschiedene konservative Therapiemöglichkeiten. Um nur die wichtigsten davon zu nennen:

  • Absolute Schonung des Ellenbogens
  • Monotone Tätigkeiten reduzieren
  • Tragen einer Ellenbogenbandage zur Schmerzlinderung und Förderung der Genesung
  • Kühlung oder Wärmebehandlung
  • Massagen
  • Physiotherapie
  • Schmerzlindernde Medikamente
  • Ultraschalltherapie
  • Tapeverbände mit kinesiologischen Tapes

Eine mögliche aber jedoch sehr selten genutzte und nicht konservative Therapiemöglichkeit ist der operative Eingriff.

Ellenbogenbandage bei Tennisarm und Golferarm

Eine Bandage trägt zur Schmerzlinderung und Heilung von Epicondylitis bei. Aber welche Ellenbogenbandagen sind überhaupt sinnvoll und welche gibt es?

Welche Ellenbogenbandagen gibt es?

Je nach Indikation ist eine unterschiedliche Ellenbogenbandage angezeigt. Insgesamt kann aber zwischen drei Typen unterschieden werden.
Die Ellenbogenbandage von Typ 1 besteht aus einem kompressiven Gestrick, das den Ellenbogen stützt. Die Bandage wird einfach über den Arm gestülpt und liegt am Ober- und Unterarm an.

 

Typ 2 besteht ebenfalls aus einem kompressiven Gestrick, welches über den Arm gezogen wird. Zusätzlich sind flexible und anatomisch geformte Pelotten* (Druckpolster) in das Material eingearbeitet (Bauerfeind EpiTrain). Typ 2 gibt es auch mit Klettverschluss (medi Epicomed).

 

Bei Typ 3 handelt es sich eigentlich um eine Orthese. Eine spezielle Spange, eine sogenannte Epicondylitis-Spange (Thuasne Epi Med), wird um den Unterarm gelegt und mittels Klettverschluss fixiert. Die Epicondylitis-Spange wird herstellerspezifisch mit und ohne Pelotten angeboten.

 

* die Pelotten bestehen häufig aus Silikon (Silikonpelotten)

Wie wirkt eine Ellenbogenbandage?

Die Ellenbogenbandage hat die Aufgabe, das Ellenbogengelenk zu stabilisieren und zu stützen. Moderne Ellenbogenbandagen sind aus Kompressionsgestrick gefertigt und enthalten Polster, die zusätzlich leichten Druck ausüben. Dadurch kommt es zu einer leichten Massage der Muskulatur. Dieser wohltuende Massage-Effekt lindert die Schmerzen, fördert die Durchblutung und verbessert damit die Abheilung von Wasseransammlungen (Ödemen) sowie Schwellungen.

Die Epicondylitis-Spange verfügt zwar über kein Kompressionsgestrick, ein leichter Druck kann aber trotzdem über den Klettverschluss eingestellt werden. Die Epicondylitis-Spange übt gezielt Druck auf die oberen Muskelansätze am Unterarm aus.

Welche Ellenbogenbandage bei Tennisarm und Golferarm?

Eine Bandage trägt zur Schmerzlinderung und Heilung der Beschwerden bei. Dabei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Modellen, Farben und Materialeigenschaften. In unserem Onlineshop finden Sie zahlreiche Ellenbogenbandagen, die bei Tennisarm und Golferarm zur Behandlung angezeigt sind.

 

Ellenbogenbandage mit integrierten Pelotten

 

Epicondylitis-Spange

 

Mehr Infos zu Ellenbogenbandagen? Schauen Sie doch bei unseren Ratgeber vorbei -> Klicken Sie einfach hier

Ellenbogenbandage oder Epicondylitis-Spange wie lange tragen?

 

Pauschal lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Das hängt maßgeblich von Ihrem persönlichen Beschwerdebild ab und inwieweit die Ursachen behoben werden. Das Tragen einer Bandage muss unter Umständen über mehrere Wochen erfolgen, damit sich ein Behandlungserfolg einstellt. Tragen Sie die Bandage im Zweifel lieber einen Tag länger als nötig, denn durch das Tragen einer Bandage entstehen Ihnen keine gesundheitlichen Nachteile.

 

Wann brauche ich eine Ellenbogenbandage?

 

Die Gründe, sich für eine Ellenbogenbandage zu entscheiden, können unterschiedlich sein. Zum einen können sie rein prophylaktisch beim Sport oder bei der Arbeit getragen werden, zum anderen werden die Bandagen genutzt, um bereits verletzte oder überlastete Ellenbogen zu behandeln und deren Heilung zu fördern. Sie werden beispielsweise bei Arthrose, Prellungen und Stauchungen, sowie dem Tennis- und Golferarm eingesetzt. Hierbei wird die Bandage über den Unterarm und Ellenbogen gezogen, um so optimale Stabilisierung und Kompression zu erreichen.

Was bringt eine Ellenbogenbandage?

 

Abhängig davon, wofür die Bandage genutzt wird, kann sie unterschiedlichen Zwecken dienen. Wird sie rein prophylaktisch genutzt, so ist die Bandage vordergründlich dafür da, den Ellenbogen zu unterstützen und vor Überlastungen zu schützen. Bei Verletzungen, oder Entzündungen wie bei dem Tennis- oder Golferarm, werden die Bandagen eingesetzt, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Hierbei ist die Beschaffenheit der Bandagen wichtig, denn diese bestehen aus einem kompressiven Gestrick und oftmals Pelotten (Massagepads). Durch die ausgeübte Kompression fördern die Ellenbogenbandagen zum einen die Durchblutung im betroffenen Bereich, zum anderen üben die Massagepads (sofern vorhanden) leichten Druck auf verschiedene Schmerzpunkte aus, was die Beschwerden lindert.

Welche Größe muss ich bei einer Ellenbogenbandage wählen?

 

Bei den Bandagen verhält es sich wie in der Modeindustrie, verschiedene Anbieter haben verschiedene Größentabellen, welche in der Regel in die Einheiten S - XL aufgeteilt sind. Um Ihre Größe herauszufinden, sollten Sie den Umfang Ihres Ellenbogens ausmessen, indem Sie ein Maßband einmal um Ihren Ellenbogen und Ellenbeuge spannen. Je nach Hersteller kann es sein, dass auch andere Werte gefordert sind (beispielsweise der Unterarmumfang), diese sind in jenem Fall aber in der Größentabelle aufgeführt.

Was bewirkt eine Epicondylitis-Spange?

 

Epicondylitis-Spangen (kurz auch: Ellenbogenspangen) wurden zur Sehnenentlastung konzipiert und werden vor allem bei der Behandlung von Tennis- und Golferarmen eingesetzt. Eine Epicondylitis-Spange dient dazu, die überlasteten Muskeln und Sehnenstränge zu stabilisieren und zu beruhigen. Dazu besteht die Spange aus einem elastischen Band, in welches häufig Pelotten (Massagepads) eingearbeitet sind. Diese können individuell eingestellt werden und sorgen dafür, dass die Schmerzpunkte genau getroffen und somit durch Druck behandelt werden. Denn durch den Druck, den die die Ellenbogenspange ausübt, werden die Schmerzpunkte massiert, was die Durchblutung anregt und die Heilung und das Abklingen der Schmerzen fördert.

Wie lege ich eine Epicondylitis-Spange richtig an?

 

Eine pauschale Antwort lässt sich auf diese Frage nicht geben, da dies von der individuellen Anatomie des Anwenders, sowie der Lokalisation der Entzündung abhängig ist. Es gibt jedoch ein paar Anhaltspunkte, an denen Sie sich orientieren können. Bei der Behandlung eines Tennisarms wird die Pelotte (Massagepad) der Spange über dem Streckmuskel positioniert. Sie sollte ungefähr dort aufliegen, wo der Muskel am dicksten ist, also etwa 5 cm unter dem Ellenbogen. Falls es eine zweite Pelotte in der Epicondylitis-Spange gibt, so sollte der seitliche Knochenvorsprung des Ellenbogens genau zwischen den beiden Massagepads liegen. Dabei ist außerdem zu beachten, dass die Spange nicht zu fest verschlossen wird. Wenn die Spange richtig anliegt, sollte sofort eine Entlastung eintreten.

Wie lange sollte ich eine Epicondylitis-Spange tragen?

 

Eine allgemeingültige Antwort gibt es auf diese Frage leider nicht. Das hängt ganz allein davon ab, wie Ihre Beschwerden aussehen, aber auch, wie schnell diese abklingen. Es ist jedoch empfehlenswert, die Spange mehrere Wochen zu tragen, sodass genug Zeit besteht, dass sich eine Heilung einstellen kann.

Welche Epicondylitis-Spange ist die Beste?

 

Welche Ellenbogenspange zu Ihnen passt, hängt von Ihren eigenen Bedürfnissen, Beschwerden und Nutzungsweisen ab. Für Sportler ist beispielsweise eine elastischere Epi-Spange zu empfehlen, da diese auf Grund ihrer Flexibilität kaum bewegungseinschränkend ist. Die Frage nach der "besten Spange" erfordert also eine individuelle Antwort, abgestimmt auf das Beschwerdebild, aber auch Präferenzen bezüglich Farbe, Material und Größe.

Wie lege ich eine Ellenbogenorthese an?

 

Beim Anziehen einer Ellenbogenorthese ist zu beachten, dass diese fest am Ellenbogen anliegen sollte. Die Orthese wird so platziert, dass der seitliche Knochenvorsprung des Ellenbogens zwischen den beiden Orthesengelenken liegt. Danach wird die Unterarmschiene sowie der Nackengurt auf die passende Länge eingestellt und die Klettbänder der Orthese fest (aber nicht zu fest) angezogen.