Kompressionsstrümpfe

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Medizinische Kompressionsstrümpfe oder medizinische Kompressionsstrumpfhosen stellen bei Venenerkrankungen eine wichtige Form der Therapie dar und sind somit ein wichtiges medizinisches Hilfsmittel für die Kompressionstherapie. Unter anderem werden diese Strümpfe für die Behandlung folgender Erkrankungen bei Bedarf vom Arzt verschrieben: ThromboseprophylaxeKrampfadern (Varikose), Lymphödem und Lipödem, postthrombotisches Syndrom (PTS) und Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI). 

 

 

Wofür können Kompressionsstrumpfhosen bzw. -strümpfe noch verwendet werden?

Kompressionsstrumpfhosen bzw. -strümpfe sind vielfältig einsetzbar und können sowohl im Alltag angewendet als auch für medizinische Zwecke vom Arzt verschrieben werden. Diese Kompressionsstrümpfe können unter anderem für Reisende, Verkäufer usw. eingesetzt werden. Also für alle, egal ob Frau oder Mann, welche durch stundenlanges Sitzen oder langem Stehen schmerzende und schwere Beine bekommen können. Diese Strümpfe ermöglichen einen guten Blutfluss, sorgen für eine gute Zirkulation in den Beinen und lindern somit die Schmerzen. Außerdem wird dadurch eine bessere Beweglichkeit garantiert. Des Weiteren können Sportler für ein gesundes Training Sportkompressionsstrümpfe zur Steigerung der Leistung oder nach dem Sport zur Regeneration verwenden. Auch für Schwangere Frauen kann diese Art von Kompression eingesetzt werden: Die Stützstrümpfe vermeiden Krampfadern, senken das Risiko für Thrombosen oder unterstützen müde Beine.

Entdecken Sie auf yourhealthfit.de die große Auswahl an hochwertigen Kompressionsstrümpfen! Wir bieten Ihnen unterschiedliche Längen (AD, AF, AG, AT, ATU) und Materialien, verschiedene Kompressionsklassen und ansprechende Farben und Muster. Zusätzlich setzen wir auf die Qualität namhafter Hersteller wie medi, Bauerfeind oder Jobst.

Welche Wirkung haben Kompressionsstrümpfe?

Beim Blutfluss im Körper arbeitet das Blut gegen die nach unten ziehender Schwerkraft. Das Blut kann sich daher im Unterschenkel ansammeln, wenn man mangelnde Bewegung, Durchblutungsstörungen oder schwache Venen besitzt. Kompressionsstrümpfe üben einen Druck auf das Gewebe und die venösen Blutgefäße des umschlossenen Beines aus. Der Druck wird durch das feinmaschige Gewebe des Kompressionsstrumpfs erzeugt. Er entlastet die Lymphgefäße und die Venen im Bein. Dem zur Folge wird das Blut in den Beinen wieder effizient in Richtung Herz transportiert. Durch die Strümpfe wird das Anschwellen der Knöchel und Beine verhindert, da sich weniger Wasser im Gewebe einlagert bzw. ansammelt.

Um optimale Erfolge in der Therapie zu erzielen, sollten Sie die Kompressionsstrümpfe täglich tragen. Insbesondere bei venösen Beschwerden, Lymphödem oder Lipödemen ist es angebracht, die Strümpfe von morgens bis abends auf Lebenszeit zu tragen. Durch die tägliche Verwendung kann die Kompressionswirkung des Materials mit der Zeit nachlassen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Kompressionsstrümpfe etwa nach einem halben Jahr austauschen und sich um die Wiederversorgung kümmern.

Unterschied zwischen Stütz-, Thrombose- und Kompressionsstrümpfen

Oft werden viele verschiedene Namen als Synonym für Kompressionsstrümpfe verwendet. Am häufigsten fällt dabei das Wort Stützstrumpf. Doch versteckt sich hinter diesen beiden Ausdrücken die gleiche Kompressionskleidung? Nein, beide Kompressionsprodukte unterscheiden sich sowohl in der Anwendung als auch in der Wirkungsweise voneinander. Während herkömmliche Stützstrümpfe für Menschen mit gesunden Venen geeignet sind und lediglich eine leichte Kompression der Beine bewirken, werden medizinische Kompressionsstrümpfe ausschließlich für Erkrankungen der Venen- und Lymphbahnen eingesetzt. Stützstrümpfe eignen sich besonders bei schweren und müden Beinen beim Sport oder auf Reisen bei längerem Sitzen. Sie ersetzen jedoch keinesfalls medizinisch angeordnete Kompressionsstrümpfe. Diese haben nämlich einen definierten Druckverlauf und sind in verschiedenen Kompressionsklassen erhältlich. Zuletzt gibt es noch die Anti-Thrombosestrümpfe, die hauptsächlich bei bettlägerigen Personen oder Patienten mit hohem Thromboserisiko angewendet werden. Sie dienen zur Prophylaxe und werden zur besseren Differenzierung nur als weiße Schenkelstrümpfe mit offener Fußspitze oder mit einem Loch am Ballen hergestellt.

Welchen Kompressionsstrumpf brauche ich?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten und Formen von Strümpfen. Diese unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Größe, sondern unter anderem auch in den verschiedenen Materialien, Kompressionsklassen, Längen usw. Medizinische Kompressionsstrümpfe werden auf den Krankheitsgrad des Patienten angepasst. Es gibt rundgestrickte oder flachgestrickte Kompressionsstrümpfe sowie Kompressionsstrumpfhosen.

Vom Stützstrumpf bis zur Kompressionsstrumpfhose: Die richtige Länge

Bei den Längen für die Kompressionsstrumpfhosen bzw. -strümpfe unterscheidet man in den meisten Fällen in vier unterschiedliche Varianten. Die Ausführungen mit einem beginnenden „A“ können in zwei verschiedenen Versionen erhalten werden: Zum einen können die Zehen frei sein (offene Spitze). Alternativ gibt auch die Möglichkeit, keine Zehenöffnung (geschlossene Spitze) zu wählen. Hier erhalten Sie eine Übersicht der verschiedenen medizinischen Kompressionsstrümpfe und Strumpfhosen:

  • AD - Waden- bzw. Kniestrumpf: Diese Länge reicht bis kurz unterhalb der Kniekehle. Er wird vor allem für die normale Versorgung verwendet.
  • AG - Schenkelstrumpf: Diese Länge reicht bis knapp unter den Schritt. Um ein Rutschen zu vermeiden, besitzt er einen Haftrand am oberen Ende. Der Strumpf kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn man in den Oberschenkeln (ebenfalls) Beschwerden besitzt.
  • AT - Strumpfhose: Diese Länge ist so groß wie eine normale Strumpfhose und hat somit keinen Haftrand.
  • AT/U - Umstandshose für Schwangere: Diese Strumpfhosen können im Bauchbereich richtig eingestellt werden, um einen guten Tragekomfort für Schwangere zu ermöglichen.

Kompressionsklassen – Von leicht bis stark, je nach Bedarf

Die Kompressionsklasse gibt die Intensität der Kompression an, also den Druck, der auf die anzuwendenden Stellen ausgeübt werden soll. Jedes Modell trägt eine spezielle Bezeichnung:

  • KKL1 (18,0-21,0 mmHg): Leichte Kompression – geeignet für Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen (leichtes Venenleiden), Thrombosen bei bettlägerigen Patienten, geringgradige Krampfadern
  • KKL2 (23,0-32,0 mmHg): Mittelkräftige Kompression – geeignet für stärkere Beschwerden (Krampfadern), bei tiefer Beinvenenthrombose, postthrombotisches Syndrom, ausgeprägte Krampfadern bei Schwangeren
  • KKL3 (34,0-46,0 mmHg): Kräftige Kompression – geeignet für venöse Insuffizienz, schwere Ödemneigung, sekundäre Varikosis (chronische Venenschwäche), reversibles Lymphödem bzw. Lipödem
  • KKL4 (mind. 49,0 mmHg): Extrakräftige Kompression – geeignet für Lymphödem, elefantastische Zustände (stark ausgeprägte Beschwerden), ausgeprägtes postthrombotisches Syndrom

Größe – das richtige Maß für jeden Patienten

Nur ein perfekt sitzender Kompressionsstrumpf bzw. eine perfekt sitzende Kompressionsstrumpfhose entfalten die ganze Wirkung und lässt sich auch für längere Zeit ohne Beschwerden tragen. Vor allem für medizinische Kompressionsstrumpfhosen sowie medizinische Strümpfe ist das genaue Vermessen wichtig, damit ein angenehmes Tragen ermöglicht werden kann. Die Maßtabellen sind für jeden Strumpf individuell vom Hersteller angefertigt worden.

Um die richtige Größe zu finden, sollte man das Bein mithilfe eines Bandmaßes vermessen. Dabei ist darauf zu achten, dass genau an den angegebenen Stellen gemessen wird. Am besten eignet sich ein Maßband, das ohne viel Zugkraft um die zu messende Stelle gelegt werden kann. Dieses können Sie bei Bedarf auch in einem Sanitätshaus käuflich erwerben.

Werden Kompressionsstrümpfe von der Krankenkasse bezahlt?

In der Regel übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zwei Paar Kompressionsstrümpfe pro Jahr. Mit einer Haltbarkeit der Strümpfe von einem halben Jahr sollten Sie demnach mit der Anzahl auskommen. Falls Sie jedoch weitere Artikel verwenden möchten, können Sie Ihre Kompressionsstrümpfe auch ohne ärztliches Rezept in unserem Online-Shop kaufen. Werden die Strümpfe von einem Arzt verordnet, trägt der Kunde 10 % des Erstattungspreises selbst, die gesetzliche Krankenkasse übernimmt den Rest. Die Zuzahlung beträgt dabei mindestens 5 € und darf höchstens 10 € betragen. Nur, wenn die gewählten Kompressionsstrümpfe über den Erstattungspreis Ihrer gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen, müssen Sie eine zusätzliche wirtschaftliche Aufzahlung leisten.

Wie pflegt man Kompressionsstrümpfe?

Das Tragen von Strümpfen oder Strumpfhosen kann ungemütlich sein, die Haut kann Juckreiz hervorrufen und das Anziehen stellt für viele eine Schwierigkeit dar. Die richtige und regelmäßige Pflege ist für die Langlebigkeit, den Komfort und damit auch für den Erfolg der Therapie von großer Bedeutung.

Im Folgenden lesen Sie unsere 8 Tipps für eine perfekte Pflege:

  • Waschen Sie Ihre Strümpfe nach jedem Tragen
  • Waschen Sie nicht höher als 40 Grad
  • Lassen Sie den Weichspüler weg
  • Nicht in den Wäschetrockner trocknen
  • Die Strümpfe sollten nicht rutschen
  • Ziehen Sie die Strümpfe mit extra Handschuhen oder Anziehhilfe an
  • Cremen Sie abends Ihre Beine ein
  • Die Strümpfe austauschen, bevor sie ausleiern (meist nach 6 Monaten)

Die detailliertere Ausführung dieser 8 Tipps finden Sie hier: Kompressionsstrümpfe richtig waschen und pflegen.

Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Um Kompressionsstrümpfe richtig und schnell anziehen zu können, gibt es eine spezielle Technik. Dabei sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Die Kompressionsstrümpfe sollten gleich morgens angezogen werden.
  • Es sollten Handschuhe verwendet werden.
  • Spitze Gegenstände wie z.B. Fingernägel können die Kompressionsstrümpfe beschädigen.
  • Fingerringe sollten vor dem Anziehen der medizinischen Kompressionsstrümpfe abgelegt werden.
  • Gepflegte Füße (glatte Fersen und Zehennägel) schonen das Material des Strumpfes.
  • Es sollte vermieden werden, das Material zu überdehnen oder zu falten.
  • Die Kompressionsstrümpfe sollten gleichmäßig und in Etappen gezogen bzw. verteilt werden. Dabei ist auf den richtigen Sitz des Kompressionsstrumpfs zu achten: Kniestrümpfe bis zwei Zentimeter unter der Kniekehle; Schenkelstrümpfe bis zwei Zentimeter unter der Po-Falte.

Damit Ihnen das An- und Ausziehen der medizinischen Kompressionsstrümpfe so leicht wie möglich gemacht wird, gibt es in unserem Shop eine Vielzahl von Anziehhilfen bzw. Zubehör, die Sie dabei unterstützen.

Kann die Kompression der Strümpfe auch schaden?

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind in der Regel eine Wohltat für Menschen mit chronischen Venenbeschwerden und Lipödemen oder auch für Schwangere. Dennoch können diese bei falscher Handhabung den Patienten auch schädigen. Sobald die Socken falsch angelegt oder nicht in der passenden Größe gekauft werden, sind sie in den meisten Fällen nutzlos. Falls die Kompressionsstrümpfe zu eng sitzen, können sie im schlimmsten Fall sogar den Blutfluss hemmen. Beachten Sie deshalb vor jedem Kauf unsere Produkt- und Größenhinweise.

YourHealthFit: Ihr Experte für Kompressionsstrümpfe

Egal ob bei Thrombose, Venenleiden, Erkrankungen oder nach einer Operation: Wir von yourhealthfit.de sind für Sie der ideale Ansprechpartner bei Ihrer Kompressionstherapie. In unserem Shop finden Sie eine große Auswahl an bequemen medizinischen Kompressionsstrümpfen, Strumpfhosen und nützlichen Zubehör. Die verschiedenen Modelle erhalten Sie zudem in zahlreichen Farben und bestehend aus unterschiedlichen Materialien. Mit unserem Filter-System können Sie einzelne Details auf der Seite anwählen und sich somit nur die für Sie relevanten Ergebnisse anzeigen lassen. Egal ob Socken, Kompressionen für den Sport oder medizinische Stützstrümpfe – wir von yourhealthfit.de bieten Ihnen die optimale Unterstützung für Ihre Beine, individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst.